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CBD Öl Wirkungseintritt: Wann wirkt CBD Öl?

Viele Menschen schwören auf CBD Öl und behaupten, dass es ihr persönliches Wohlbefinden positiv beeinflusst hätte. Bis jetzt ist noch umstritten, ob Cannabidiol sich positiv auf Erkrankungen wie Depressionen, Schlafstörungen und Migräne auswirkt und diese Beschwerden lindert. Wenn du mehr über die Wirkungsweise und den Wirkungseintritt von CBD Öl erfahren möchtest, dann bist du hier genau richtig.

In diesem Beitrag erkläre ich dir, wie CBD Öl im menschlichen Körper wirkt und wie du die beste Wirkung für dich herausholen kannst. Du wirst alle nötigen Informationen zu CBD Öl bekommen und lernen wie und wann es am besten wirkt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die meisten Wirkungen, die CBD nachgesagt werden, sind noch nicht zu 100% wissenschaftlich bewiesen. Dennoch gibt es zahlreiche positive Erfahrungsberichte von AnwenderInnen.
  • Die Anwendung von CBD wurde von der WHO als unbedenklich eingestuft. Dies gilt sogar für die Einnahme von hohen Dosen.
  • Die Wirkung von CBD ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bei den meisten AnwenderInnen, lässt sich jedoch eine merkbare Wirkung ab 15 bis 60 Minuten verzeichnen.

CBD Öl Wirkungseintritt: Was du wissen solltest

CBD heißt eigentlich Cannabidiol und gehört zu der Gruppe der Wirkstoffe der Cannabinoide. Das allgemein bekannte Tetrahydrocannabinol, kurz genannt THC, gehört ebenfalls zu dieser Gruppe. Die Wirkstoffe sind pflanzlichen Ursprungs und kommen in den Hanfpflanzen Cannabis sativa und Cannabis indica vor. THC ist verantwortlich für den berauschenden Effekt von Marihuana, das in vielen Ländern illegal ist (3).

CBD hingegen besitzt keine psychoaktiven Wirkungen.

Es soll jedoch entzündungshemmende, entkrampfende, angstlösende und gegen Übelkeit wirkende Eigenschaften haben. CBD Öl wird aus den Blüten und Blättern der Hanfpflanze hergestellt. Dieses besitzt einen THC Anteil von etwa 0,2 Prozent. Da dieser Anteil sehr gering ist, sind CBD Öle frei verkäuflich. Die folgende Tabelle veranschaulicht den Unterschied der beiden Wirkstoffe noch einmal:

WirkstoffBeschreibung
CBDnicht berauschend, sondern entzündungshemmend und entkrampfend, legal erwerbbar
THCberauschend, nicht legal erwerbbar

Jetzt sollte der Unterschied zwischen CBD und THC klar sein. Im Folgenden erkläre ich dir wie CBD im menschlichen Körper wirkt.

Wie wirkt CBD?

CBD ist eines von 70 Cannabinoiden, die in Hanfpflanzen enthalten sind. Diese kommen nicht nur in Pflanzen, sondern auch im menschlichen Körper vor. CBD Öl wird oral eingenommen und gelangt über die Schleimhäute direkt in den Blutkreislauf. Dabei sollte man das Öl etwa eine Minute unter der Zunge im Mund behalten, um eine erfolgreiche Aufnahme zu garantieren.

CBD wird über den Blutkreislauf aufgenommen. (Bildquelle: Stefan Rodriguez / Unsplash)

Unter der Zunge befindet sich eine große Anzahl an feinen Blutgefäßen, über die das CBD weitertransportiert werden kann. Anschließend sollte man das CBD Öl schlucken. Im Magen wird dieses zersetzt und verarbeitet (2).

In der folgenden Tabelle, kannst du sehen, in welchen Bereichen CBD im Körper wirkt.

KörperteilWirkung
GehirnÜbelkeit, Angst, Schmerzen, Depressionen
LeberZellschutz
HerzHerzfrequenz
DarmDarmaktivität, Entzündungen
ImmunsystemStärkung des Immunsystems, Entzündungen
HautEntzündungen, Schmerzen
NervensystemSchmerzen
KnochenKnochenwachstum

Generell kann CBD entweder vorbeugend, zur Stärkung des Immunsystems und Steigerung des persönlichen Wohlbefindens eingenommen werden, oder gegen eine bereits vorhandene Erkrankung. Es kann auch ergänzend zu einer Psychotherapie angewendet werden (4).

Wann tritt die Wirkung von CBD ein?

Bis das CBD Öl gänzlich vom menschlichen Körper absorbiert ist, dauert es etwa zwischen 40 und 75 Minuten. Die ersten Wirkungen, sind jedoch bereits ab 15 bis 60 Minuten bemerkbar. Wenn das CBD Öl zusammen mit weiterer Nahrung zu sich genommen wird, dauert dessen Aufnahme im Körper etwas länger.

Das Eintreten der Wirkung hängt jedoch stark vom Produkt ab. Demnach dauert dies unterschiedlich lange, je nachdem ob man das CBD in Form von Öl, Kapseln oder Zigaretten einnimmt. Wird CBD geraucht, so ist das Eintreten der Wirkung bereits nach wenigen Minuten bemerkbar. CBD in Form von Kapseln entfaltet am langsamsten seine Wirkung.

Vorteile
CBD Öl kann ohne gesundheitliche Schäden, die etwa beim Rauchen entstehen können, aufgenommen werden.
Nachteile
CBD Öl entfaltet seine Wirkung langsamer als CBD in Form von Zigaretten

Welche Form der Aufnahme bevorzugt wird, hängt von der persönlichen Präferenz ab und ist von Person zu Person unterschiedlich.

Wie lange hält die Wirkung von CBD an?

Generell muss in diesem Zusammenhang beachtet werden, dass jeder Körper individuell ist und Substanzen anders verarbeitet. Aus diesem Grund reagiert auch jeder Körper unterschiedlich gut auf CBD und dessen Wirkung ist dabei unterschiedlich stark und lang anhaltend. Man kann jedoch verallgemeinern, dass die Wirkung von CBD normalerweise zirka 2 bis 8 Stunden anhält.

Die Qualität des CBD Öls spielt hierbei ebenfalls eine zentrale Rolle.

Eine Studie von Taylor et al. aus dem Jahr 2018 besagt etwa, dass die länge des Zeitraumes, in dem CBD von Menschen zu sich genommen wird, positiv mit dessen Verweildauer im Körper korreliert. Daher wird empfohlen CBD Produkte 2 bis 3 Mal täglich zu konsumieren (1).

CBD Öl nimmt man am besten oral ohne weitere Lebensmittel ein. Bildquelle (Caleb Simpson / Unsplash)

Hierbei muss jedoch unbedingt die Dosierung des CBD Öls beachtet werden. Diese ist entweder der Packungsbeilage zu entnehmen oder nach einem Termin beim Arzt geklärt. Unter einer gewissen Dosis kann im Hinblick auf die positiven Wirkungen von CBD eher vom Placebo Effekt gesprochen werden. Daher sollte vor allem zur Behandlung von Beschwerden auf ein hoch konzentriertes CBD Öl zurück gegriffen werden.

Welche Nebenwirkungen hat CBD?

Da die unterschiedlichen CBD Produkte erst in den letzten Jahren ihren Boom erleben durften, gibt es noch keine Studien und dementsprechende Ergebnisse zu den Langzeitfolgen des CBD Konsums. Es kann jedoch sein, dass der Körper seine eigene Endocannabinoid Produktion bei einer dauerhaften Stimulierung von Außen durch Supplementation herunterfährt.

CBD wird von vielen Menschen als Wundermittel gegen Stress und Alltagsprobleme gesehen. Die Gefahr hierbei besteht, dass man sich zu sehr an diesem anlehnt und die Bewältigung dieser Probleme und Stresssituationen vernachlässigt. CBD alleine ist sicherlich kein Schlüssel zu einem entspannten und Problem freien Leben, sondern sollte höchstens als Ergänzung und Helferlein zu einem gesunden Lebensstil betrachtet werden.

Für viele Menschen gilt CBD als Wundermittel gegen Stress. (Bildquelle: (Evopure CBD / Unsplash)

Generell gilt CBD jedoch als sehr sicher und wurde auch von der WHO als unbedenklich eingestuft (6). Eine Meta-Studie von Chesney et al., die in der berühmten Zeitschrift Nature erschienen ist, besagt, dass CBD gut verträglich ist und kaum Nebenwirkungen bei dessen Anwendung auftreten. Dies gilt ebenfalls bei einer Einnahme von hohen Dosen (7).

Da die meisten Menschen CBD in geringen Dosen einnehmen, sind Nebenwirkungen in diesen Fällen noch unwahrscheinlicher. Die häufigsten berichteten Nebenwirkungen inkludieren Fieber, Schläfrigkeit, Durchfall und einen verminderten Appetit.

Zusätzlich muss beachtet werden, dass bei der kombinierten Einnahme von CBD mit anderen Medikamenten unerwünschte Wechselwirkungen entstehen können. Folgende Medikamente könne hierbei betroffen sein:

  • Blutverdünnungsmittel
  • Schmerzmittel
  • Magenschutztabletten
  • Neuroleptika

Dies waren einige Beispiele für Medikamente bei denen im Falle einer zeitgleichen Einnahme von CBD unerwünschte Effekte entstehen können. Es können jedoch noch weitere Medikamente betroffen sein. Am besten klärst du die CBD Einnahme zuerst mit einem Arzt ab, wenn du generell weitere Medikamente einnimmst.

Gegen was wirkt CBD Öl?

Es gibt viele Menschen, die über positive Erfahrungen mit CBD berichten. Diese meinen, dass sie ihre Schmerzen oder Schafstörungen damit gelöst haben. Die meisten dieser medizinischen Wirkungen wurden bis jetzt jedoch noch nicht in wissenschaftlichen Studien bestätigt (8). Folgende Wirkungen wurden bis jetzt von KonsumentInnen beobachtet:

  • krampflösend
  • Übelkeit reduzierend
  • entzündungshemmend
  • angstlösend

Außerdem gibt es weitere spezielle Krankheiten, bei denen CBD positive Auswirkungen haben könnte. Zu diesen zählen:

  • Schizophrenie: Eine Studie von Leweke et al. besagt, dass CBD gegen Psychosen bei einer Erkrankung an Schizophrenie helfen kann (9). Eine andere Studie von Zuardi et al. kam zu dem selben Ergebnis (5).
  • Krebs: Eine Studie von Fisher et al. konnte einen Nachweis dafür bringen, dass CBD das Wachstum von Krebszellen reduzieren kann. Diese Erkenntnis wurde jedoch bis jetzt nur im Labor erbracht (10).
  • Epilepsie: In diesem Gebiet gilt es mittlerweile als erwiesen, dass CBD Krämpfe lindert. Das Medikament „Epidyolex®“ ist hierfür offiziell zugelassen.
  • Multiple Sklerose: CBD kann bei dieser Erkrankung in Kombination mit THC gegen Spastiken helfen. Das Medikament Sativex® ist hierfür offiziell zugelassen.

Zusammenfassend kann man in diesem Bereich folgende Schlussfolgerung ziehen:

Vorteile
Es gibt zahlreiche positive Erfahrungsberichte über CBD von KonsumentInnen
Nachteile
Es gibt bis jetzt nur wenige wissenschaftliche Erkenntnisse und Bestätigungen zu den Wirkungen von CBD bei Erkrankungen

Man sollte niemals missachten, dass jeder Körper unterschiedlich auf einzelne Wirkstoffe reagiert. Im echten Leben, abseits des Labors, ist es oft schwierig, bei so vielen unterschiedlichen und komplexen Einflüssen, Zusammenhänge zu erkennen und nachzuweisen.

Fazit

CBD werden zahlreiche positive Wirkungen nachgesagt. Die meisten sind jedoch noch nicht wissenschaftlich bestätigt. Dies ist unter anderem der Fall, da CBD Produkte erst in den letzten Jahren vermehrt zum Einsatz kamen. Unabhängig davon gibt es zahlreiche positive Erfahrungsberichte von CBD KonsumentInnen.

Die WHO stuft CBD generell als unbedenklich ein, sogar in hohen Dosen. Da die meisten Menschen CBD nur in geringen Dosen konsumieren, gibt es kaum Nebenwirkungen zu verzeichnen. Die Wirkung und der Wirkungseintritt von CBD sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bei den meisten KonsumentInnen ist jedoch eine Wirkung nach etwa 15 bis 60 Minuten zu verzeichnen.


Quellenverzeichnis

  1. Wissenschaftliche Studie Taylor L (2018) A Phase I, Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled, Single Ascending Dose, Multiple Dose, and Food Effect Trial of the Safety, Tolerability and Pharmacokinetics of Highly Purified Cannabidiol in Healthy Subjects.
    Quelle.
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  2. Wissenschaftliche Studie Elmes MW, Kaczocha M, Berger WT, Leung K, Ralph BP, Wang L, Sweeney JM, Miyauchi JT, Tsirka SE, Ojima I, Deutsch DG. Fatty acid-binding proteins (FABPs) are intracellular carriers for Δ9-tetrahydrocannabinol (THC) and cannabidiol (CBD). J Biol Chem. 2015 Apr 3;290(14):8711-21. doi: 10.1074/jbc.M114.618447. Epub 2015 Feb 9. PMID: 25666611; PMCID: PMC4423662.
    Quelle.
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  3. Website Cannabidiol (CBD) — what we know and what we don’t, health.harvard.edu
    Quelle.
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  4. Wissenschaftliche Studie Millar SA, Stone NL, Bellman ZD, Yates AS, England TJ, O'Sullivan SE. A systematic review of cannabidiol dosing in clinical populations. Br J Clin Pharmacol. 2019 Sep;85(9):1888-1900. doi: 10.1111/bcp.14038. Epub 2019 Jul 19. PMID: 31222854; PMCID: PMC6710502.
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  5. Wissenschaftliche Studie Zuardi AW, Crippa JA, Hallak JE, Moreira FA, Guimarães FS. Cannabidiol, a Cannabis sativa constituent, as an antipsychotic drug. Braz J Med Biol Res. 2006 Apr;39(4):421-9. doi: 10.1590/s0100-879x2006000400001. Epub 2006 Apr 3. PMID: 16612464.
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  6. Wissenschaftlicher Artikel World Health Organization. 2018. CANNABIDIOL (CBD) Critical Review Report
    Quelle.
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  7. Wissenschaftliche Studie Chesney, E., Oliver, D., Green, A. et al. Adverse effects of cannabidiol: a systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials. Neuropsychopharmacol. 45, 1799–1806 (2020). https://doi.org/10.1038/s41386-020-0667-2
    Quelle.
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  8. Buch Hoch, Eva/Friemel, Chris M./Schneider, Miriam (Hg.) (2019): Cannabis: Potenzial und Risiko. Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme. Berlin/Heidelberg: Springer Verlag.
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  9. Wissenschaftliche Studie Leweke FM, Piomelli D, Pahlisch F, et al. Cannabidiol enhances anandamide signaling and alleviates psychotic symptoms of schizophrenia. Transl Psychiatry. 2012;2(3):e94. Published 2012 Mar 20. doi:10.1038/tp.2012.15
    Quelle.
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  10. Wissenschaftliche Studie Fisher T, Golan H, Schiby G, et al. In vitro and in vivo efficacy of non-psychoactive cannabidiol in neuroblastoma. Curr Oncol. 2016;23(2):S15-S22. doi:10.3747/co.23.2893
    Quelle.
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